EINE NEUE, NOCH STÄRKERE ORGANISATION: RAINFOREST ALLIANCE UND UTZ SCHLIESSEN SICH ZUSAMMEN

Die neue Organisation entwickelt einen vereinheitlichten landwirtschaftlichen Nachhaltigkeitsstandard, vereinfacht den Zertifizierungsprozess und verbessert weiter die Lebensbedingungen von Farmern und Forstgemeinden.

Die Rainforest Alliance und UTZ, zwei der führenden Organisationen zur Nachhaltigkeitszertifizierung, haben am 7. Juni 2017 ihre Absicht bekannt gegeben, sich im Laufe dieses Jahres zusammenzuschließen.

Die neue Organisation wird unter dem Namen Rainforest Alliance weltweit zentrale Umwelt- und soziale Themen wie den Klimawandel, die Entwaldung, Armut und nicht nachhaltige Methoden in der Landwirtschaft adressieren. Sie wird einen gemeinsamen globalen Zertifizierungsstandard schaffen, der eine Zertifizierung für Farmer vereinfacht und es Unternehmen ermöglicht, ihre Lieferketten nachhaltiger und effizienter zu gestalten. Sie wird daran arbeiten, den Interessensausgleich zu stärken und durch neue Partnerschaften den Erhalt zusammenhängender landschaftlicher Räume in ihren Kernregionen, von Indien bis Indonesien und von Guatemala bis Ghana, zu sichern.

 

Neue Organisation, neuer Zertifizierungsstandard

Die künftige Rainforest Alliance wird einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass mehr Produkte verantwortungsvoll bezogen werden können. Dies wird Farmern und Unternehmen dabei helfen, die wachsende Nachfrage für Produkte mit nachhaltig erzeugten Inhalten zu erfüllen.

Der neue Nachhaltigkeitsstandard wird die jeweiligen Stärken der gegenwärtigen SAN- und UTZ-Standards bündeln und als alleinstehender Rainforest-Alliance-Standard bekannt sein. Zertifikate-Inhaber werden dann nur noch einen einzigen Auditierungsprozess durchlaufen.

Infolgedessen wird es für Farmer, Erzeugergemeinschaften und Unternehmen leichter, eine aussagekräftige Nachhaltigkeitszertifizierung zu erreichen, so dass sie Innovationen in ihren Lieferketten vorantreiben können. Die Straffung des Zertifizierungsprozesses wird zudem insgesamt 182.000 derzeit (gemäß beider Standards) doppelt zertifizierten Kakao-, Kaffee- und Teebauern zugutekommen. Neue Farmen im System profitieren davon, effizienter in Nachhaltigkeit investieren zu können und werden gleichzeitig von administrativer Doppelbelastung durch die Arbeit mit zwei Standards und Zertifizierungssystemen entlastet.

 

Gemeinsam noch stärker

Die Beibehaltung des Namens ‘Rainforest Alliance’ wird dabei helfen, den bereits etablierten Dialog mit Verbrauchern erfolgreich fortzusetzen. Durch den Zusammenschluss bieten die beiden Nichtregierungsorganisationen eine führende Plattform, um die erhöhte Nachfrage nach verantwortungsvoll erzeugten Produkten und nachhaltigen Lieferketten besser unterstützen zu können.

Vereint wird die neue Organisation den notwendigen Wandel konsequent vorantreiben, die Umwelt schützen und sich dafür einsetzen, dass nachhaltige Land- und Forstwirtschaft durch die gemeinsame Arbeit mit Gemeinden im Ursprung und mit Unternehmen sowie Regierungen die Norm wird. Ein Ziel, das bereits jetzt im Mittelpunkt der jeweiligen Mission von UTZ und der Rainforest Alliance steht.

Nach dem Zusammenschluss der beiden Organisationen wird Han de Groot, derzeit Executive Director von UTZ, zum CEO der Rainforest Alliance ernannt. Nigel Sizer, zurzeit Präsident der Rainforest Alliance, wird die Rolle des Chief Program Officer, Advocacy, Landscapes and Livelihoods übernehmen.

Die zukünftige Rainforest Alliance wird weiterhin Mitglied im Sustainable Agriculture Network (SAN-Netzwerk für Nachhaltige Landwirtschaft) sein, das zusammen mit anderen Nichtregierungsorganisationen eine nachhaltige Landwirtschaft fördert.

Han de Groot, Executive Director, UTZ

„Die zu meisternden Herausforderungen haben mehr Dringlichkeit denn je: Klimawandel, Abholzung, systemische Armut und Ungleichbehandlung sind zunehmend damit verknüpft, wie wir Land bewirtschaften und Nahrungsmittel oder Forstprodukte produzieren. Die künftige Rainforest Alliance wird eine größere Reichweite und stärkere Stimme haben. Damit können wir die Umwelt besser schützen und es Farmern und Erzeugergemeinschaften, Unternehmen sowie Verbrauchern erleichtern, noch mehr verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Wir blicken auf eine Geschichte kontinuierlichen Wachstums und starker Partnerschaften zurück – die neue vereinte Organisation wird unseren Einfluss vergrößern und der Erfüllung unserer Mission einen Schritt näherbringen: Einer Welt, in der nachhaltige Landwirtschaft die Norm ist.“

Nigel Sizer, Präsident der Rainforest Alliance

„Unsere Missionen sind sehr ähnlich: Wir wollen mit Farmern und Gemeinden zusammenarbeiten, um die Umwelt zu schützen und dabei helfen, die Auswirkungen des Klimawandels auf globaler Ebene zu mildern. Durch die Vereinigung mit UTZ und die Partnerschaft mit dem SAN werden wir unsere Stärken bündeln, um unseren Einfluss auf die Verbesserung der Lebensqualität von Farmern und Waldgemeinschaften zu steigern, die Artenvielfalt zu erhalten und mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, die sich auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise befinden.“

Daniel Katz, Gründer und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rainforest Alliance
„Jetzt sind mehr denn je stärkere Kooperationen notwendig. Wir müssen sicherstellen, dass wir das Beste tun, um eine nachhaltigere Welt zu schaffen. Die neue Allianz bringt uns auf den richtigen Weg, da sie erstklassige globale Naturschutzarbeit mit den Goldstandards unabhängiger Zertifizierung kombiniert. Wir sind davon überzeugt, dass die enge Zusammenarbeit von Rainforest Alliance, UTZ und dem SAN-Netzwerk für Nachhaltige Landwirtschaft noch mehr Farmen und Ökosystemen auf der ganzen Welt zugutekommen wird.“

Roberto Vélez, CEO des Verbands kolumbianischer Kaffeebauern
„Tausende kolumbianische Kaffeeanbauer, die sowohl UTZ-zertifiziert als auch Rainforest Alliance Certified sind, werden von dieser Entwicklung profitieren. Es sollte ihnen große Vorteile bringen, wenn sie zum Beispiel nur noch eine Auditierung durchlaufen müssen und nicht mehr zwei. Dadurch können sie signifikant Kosten einsparen. So sollten Kaffeebauern effizienter in Nachhaltigkeit investieren und ihr Einkommen steigern können, um damit auch zu ökonomischer Nachhaltigkeit beizutragen.“ Der Verband kolumbianischer Kaffeebauern FNC vertritt mehr als eine halbe Millionen Familien, die sich dem Anbau von Kaffee in Kolumbien widmen.

Jason Clay, WWF Senior Vice President, Markets and Food
„Dank der Harmonisierung und Vereinfachung der globalen Zertifizierungsprogramme wird dieser Zusammenschluss Kleinerzeugern in Entwicklungsländern helfen, höhere Erträge für ihre Produkte zu erzielen. Dies sollte eine schnellere Umsetzung von besseren Anbaumethoden sowie die kontinuierliche Verbesserung in der Erzeugung und beim Verkauf von wichtigen Rohstoffen [wie Kaffee, Kakao, Tee und Bananen] ermöglichen. Ich möchte den Verantwortlichen der Rainforest Alliance und von UTZ dazu

Andre de Freitas, Executive Director des Sustainable Agriculture Network (SAN-Netzwerk für Nachhaltige Landwirtschaft)
„Das SAN-Netzwerk für Nachhaltige Landwirtschaft unterstützt den Zusammenschluss der Rainforest Alliance mit UTZ voll und ganz. Als zentraler und seit mehr als 20 Jahren an der Seite der Rainforest Alliance agierender Partner werden wir uns an der Steuerung der neuen Organisation aktiv beteiligen und freuen uns, sie auch in den kommenden Jahren zu unterstützen.“

Pascal Balthussen, Vice President, Commercial, Mars Chocolate

„Seit Jahren unterstützt Mars die Zertifizierung Rainforest Alliance Certified und UTZ als Teil unseres Versprechens, unsere gesamte Lieferkette im Bereich Kakao als nachhaltig produziert zu zertifizieren. Um Nachhaltigkeit zu erreichen, braucht es eine noch größere Wirkung und mehr Sicherheit. Deshalb verbinden wir große Erwartungen mit dem Zusammenschluss: Dass er sich in größerem Maßstab positiv auf die Lebensbedingungen der Farmer und die Landnutzung auswirkt – denn das ist dringend notwendig.“

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Wir glauben, dass uns der Zusammenschluss in eine stärkere Organisation ermöglichen wird, einen größeren Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen. Als starke globale Organisation vergrößern wir unsere Reichweite und Möglichkeiten für bessere Angebote und bessere Lösungen für die dringendsten Herausforderungen.

Unser Ziel ist es, zu Beginn des Jahres 2019 einen neuen einheitlichen Standard vorzustellen. Bis dahin werden beide Programme angeboten wie bisher.

 

Q&A

Was haben Sie heute bekannt gegeben?

Die Rainforest Alliance und UTZ, zwei der führenden Organisationen zur Nachhaltigkeitszertifizierung, haben ihre Absicht bekannt gegeben, sich im Laufe dieses Jahres zusammenzuschließen.

Weshalb haben Sie beschlossen, sich zusammenzuschließen?

Wir stehen an einem kritischen Punkt in der Geschichte unseres Planeten. Die zu meisternden Herausforderungen haben mehr Dringlichkeit denn je: Klimawandel, Abholzung, systemische Armut und Ungleichbehandlung sind zunehmend damit verknüpft, wie wir Land bewirtschaften und Nahrungsmittel produzieren.

Unser Zusammenschluss wird uns eine größere Reichweite und stärkere Stimme geben. Damit werden wir unseren Einfluss auf die Farmer, die Gemeinden und unseren Planeten noch weiter ausbauen.

Gemeinsam werden wir einen einheitlichen Standard für nachhaltige Landwirtschaft schaffen, der die Stärken beider Standards bündelt und gleichzeitig den Zertifizierungsprozess für Farmer vereinfacht.

Wir werden eine starke globale Organisation sein, die Unternehmen, Farmer und Erzeugergemeinschaften mit besseren Angeboten und besseren Lösungen versorgt.

Unser Zusammenschluss erlaubt es uns, Innovationen innerhalb unserer Geschäftsfelder umzusetzen und in neue Technologien zu investieren. Außerdem können wir uns dadurch noch stärker für einen politischen Wandel einsetzen, der nötig ist, um Mensch und Planet in Einklang zu bringen.

Wieso haben Sie sich für einen kompletten Zusammenschluss anstatt einer anderen Form der Zusammenarbeit entschieden?

Durch einen kompletten Zusammenschluss können wir uns auf unsere Mission konzentrieren: Eine Welt zu schaffen, in der die Natur geschützt ist und Biodiversität gedeihen kann. Eine Welt, in der Farmer, Arbeiter und Gemeinden ihr Leben selbst bestimmen können. Eine Welt, in der Unternehmen ihre Produkte verantwortungsvoll beziehen und Innovationen innerhalb ihrer Lieferketten vorantreiben.

All das können wir gemeinsam, als eine Organisation, besser erreichen. Dadurch werden Entscheidungen enorm erleichtert – zum Beispiel, welcher Rohstoff oder welches Programm im Fokus steht, in welchen landschaftlichen Regionen sowie in welchen Regionen der Welt.

Der Nachhaltigkeits-Sektor verändert sich stetig und wir müssen uns ebenfalls weiterentwickeln und erneuern, um unseren positiven Einfluss weiter zu steigern. Indem wir uns zusammentun, werden wir weiterhin die Goldstandards der unabhängigen Zertifizierung anbieten können. Außerdem werden wir uns sowohl in der Breite als auch in der Tiefe noch stärker über Branchen und Landschaften hinweg engagieren, indem wir innovative und effektive Partnerschaften eingehen.

Wieso haben Sie diesen Zeitpunkt gewählt?

Beide Organisationen befinden sich beim Zusammenschluss in einer Position der Stärke. Beide blicken auf eine Erfolgsbilanz zurück und leisten einen positiven Beitrag für Farmer, Wälder, Gemeinden und die Umwelt. Die Stärken beider Organisationen jetzt zu kombinieren, erlaubt uns, unseren positiven Einfluss noch weiter auszubauen und noch mehr Vorteile für die Farmer, die Umwelt, Unternehmen und Verbraucher zu schaffen, als wir als getrennte Organisationen erreichen könnten. Die Gespräche in den letzten Monaten haben gezeigt, dass das Vertrauen und eine gemeinsame Herangehensweise vorhanden sind, die diesen Zusammenschluss zu einem Erfolg machen werden.

Übernimmt eine Organisation die andere?

Nein, es handelt sich hier um einen Zusammenschluss zweier Organisationen auf Augenhöhe.

Beide Organisationen befinden sich beim Zusammenschluss in einer Position der Stärke. Beide blicken auf eine Erfolgsbilanz zurück und leisten einen positiven Beitrag für Farmer, Wälder, Gemeinden und die Umwelt. Die Stärken beider Organisationen jetzt zu kombinieren, erlaubt uns, unseren positiven Einfluss noch weiter auszubauen und noch mehr Vorteile für die Farmer, die Umwelt, Unternehmen und Verbraucher zu schaffen.

Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder beider Organisationen werden den neuen Aufsichtsrat bilden. Daneben werden drei Vertreter des Sustainable Agriculture Network (SAN) Teil des Aufsichtsrats sein. Es wird zwei Hauptsitze geben, einen in Amsterdam und einen in New York. Der Name der Organisation wird Rainforest Alliance lauten, neuer CEO wird Han de Groot.

Welche Ziele verfolgen Sie als neue Organisation?

Uns treibt eine gemeinsame Mission an: Wir wollen eine bessere Welt schaffen. Eine Welt, in der die Natur geschützt ist und Biodiversität gedeihen kann. Eine Welt, in der Farmer, Arbeiter und Gemeinden ihr Leben selbst bestimmen können. Eine Welt, in der Unternehmen ihre Produkte verantwortungsvoll beziehen und Innovationen innerhalb ihrer Lieferketten vorantreiben. Das ist eine Welt, in der verantwortungsvolle Landwirtschaft und unternehmerisches Handeln die Norm sind und in der es für Verbraucher leicht ist, bessere Entscheidungen zu treffen hinsichtlich der Produkte, die sie kaufen.

Was bringen die beiden Seiten für den Zusammenschluss ein?

Wir werden beide Seiten kombinieren: Auf der einen Seite Rainforest Alliance als der Öffentlichkeit zugewandte Marke mit Erfolgen bei der Bewahrung von Wäldern und Landschaften sowie bei der Arbeit mit lokalen Gemeinschaften. Auf der anderen Seite UTZ mit seiner innovativen Art, nachhaltige Geschäftspraktiken voranzutreiben. Gemeinsam verfügen wir über eine größere Reichweite und eine stärkere Stimme. Das ermöglicht uns, unseren Einfluss noch weiter auszubauen und noch mehr Vorteile für die Farmer, die Umwelt, Unternehmen und Verbraucher zu bieten.

Inwiefern werden die Farmer profitieren?

Unser neuer, einheitlicher Standard für nachhaltige Landwirtschaft wird die Stärken beider Organisationen zusammenbringen. Er gibt Farmern einen Leitfaden an die Hand, wie sie ihre Lebensbedingungen verbessern können und gleichzeitig das Land schützen, auf dem sie leben und arbeiten.

Wir werden auch über eine größere Reichweite und eine stärkere Stimme verfügen. Das ermöglicht uns, den Wandel auf Branchenebene voranzutreiben und noch mehr Vorteile für die Farmer, die Umwelt, Unternehmen und Verbraucher zu bieten.

Das wird den 182.000 Kakao-, Kaffee- und Teefarmer, die momentan gemäß beider Standards doppelt zertifiziert sind, zugutekommen. Diese werden Kosten einsparen, indem sie den administrativen Aufwand für die Implementierung zweier Standards vermeiden. Außerdem werden sie nur noch eine Auditierung durchlaufen müssen und nicht mehr zwei. Dadurch können sie effizienter in Nachhaltigkeit investieren.

Wie wird die neue Organisation heißen?

Die neue Organisation wird Rainforest Alliance heißen und ihre Arbeit unter diesem bereits etablierten starken Namen fortsetzen.

Wer wird CEO der Organisation sein?

Han de Groot wird die Rolle des CEO von Rainforest Alliance übernehmen. Nigel Sizer wird die Rolle des Chief Program Officer, Advocacy, Landscapes and Livelihoods übernehmen.

Werden Sie eine NGO bleiben?

Ja.

Wird es einen einzigen Standard geben? Wann?

Ja. Unser Ziel ist es, zu Beginn des Jahres 2019 einen neuen einheitlichen Standard vorzustellen. Dieser Standard wird auf den besten Teilen der momentanen SAN- und UTZ-Standards für nachhaltige Landwirtschaft aufbauen und die Erkenntnisse vieler Stakeholder miteinbeziehen. Er wird Farmern einen Leitfaden an die Hand geben, wie sie ihre Lebensbedingungen verbessern können und gleichzeitig das Land schützen, auf dem sie leben und arbeiten.

Wird der Standard niedriger oder höher ansetzen bzw. weicher oder strenger sein?

Wir wollen einen Standard schaffen, der wirksam und messbar ist. Wir orientieren uns an den besten Teilen der momentanen SAN- und UTZ-Standards, um die Messlatte für nachhaltige Anbaupraktiken festzusetzen. Dieser Standard muss Positives für die Farmer bewirken und ihnen einen Leitfaden an die Hand geben, wie sie ihre Lebensbedingungen verbessern können und gleichzeitig das Land schützen, auf dem sie leben und arbeiten.

Wird es weiterhin eine Chain of Custody geben?

Ja, diese wird gemeinsam mit dem Standard veröffentlicht werden – Anfang 2019.

Wird es eine Übergangszeit bis zur Verbindlichkeit eines neuen Standards geben?

Ja. Sobald der neue Standard im Jahr 2019 eingeführt wurde, wird es eine Übergangszeit für seine Implementierung geben. Bis zur Einführung des neuen Standards werden wir uns um einen möglichst leichten Übergang bemühen, zum Beispiel indem die Möglichkeiten für gemeinsame Auditierungen ausgeweitet werden.

Wie werden Unternehmen, die sich verantwortungsvollere Lieferketten zum Ziel gesetzt haben, profitieren?

Wir glauben, dass uns der Zusammenschluss in eine stärkere Organisation ermöglichen wird, einen größeren Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen. Als starke globale Organisation vergrößern wir unsere Reichweite und Möglichkeiten für bessere Angebote und bessere Lösungen für die dringendsten Herausforderungen.

Unser Ziel ist es, zu Beginn des Jahres 2019 einen neuen einheitlichen Standard vorzustellen. Bis dahin werden beide Programme angeboten wie bisher.

Das heißt: Sie können weiterhin mit den Materialien arbeiten, die Ihnen vorliegen. Außerdem können Sie das UTZ-Logo bzw. Rainforest-Alliance-Siegel weiterhin wie gewohnt nutzen.

Wir werden voraussichtlich im Herbst weitere Informationen über die nächsten Schritte veröffentlichen. Bitte seien Sie versichert, dass Ihnen ausreichend Zeit zur Verfügung stehen wird, um eventuelle Anpassungen umzusetzen.

Ich möchte gerne nachhaltige Produkte beziehen. Soll ich mich nun für UTZ oder für Rainforest Alliance entscheiden?

Die beiden Programme werden ihre Arbeit parallel fortsetzen, bis Anfang 2019 ein neuer Standard veröffentlicht wird. Sie können also entscheiden, welches Programm momentan für Sie am besten passt. Bitte seien Sie versichert, dass Ihnen ausreichend Zeit zur Verfügung stehen wird, um eventuelle Anpassungen umzusetzen. Wir werden voraussichtlich im Herbst weitere Informationen über die nächsten Schritte veröffentlichen.

Was bedeutet das für die Farmer?

Unser Zusammenschluss wird uns eine größere Reichweite und stärkere Stimme geben. Damit werden wir unseren Einfluss auf die Farmer, die Gemeinden und unseren Planeten weiter ausbauen.

Wir werden einen einheitlichen Standard für nachhaltige Landwirtschaft entwickeln, der die Stärken beider Organisationen bündelt und den Farmern den Zertifizierungsprozess erleichtert. Wir werden auch über eine größere Reichweite und eine stärkere Stimme verfügen. Das ermöglicht uns, den Wandel auf Branchenebene voranzutreiben.

Das wird den 182.000 Kakao-, Kaffee- und Teefarmer, die momentan gemäß beider Standards doppelt zertifiziert sind, zugutekommen. Diese werden Kosten einsparen, indem sie den administrativen Aufwand für die Implementierung zweier Standards vermeiden. Außerdem werden sie nur noch eine Auditierung durchlaufen müssen und nicht mehr zwei. Dadurch können sie effizienter in Nachhaltigkeit investieren.

Was bedeutet das für die Zertifizierungsstellen?

Unser Ziel ist es, Anfang 2019 einen neuen Standard vorzustellen. Bis dahin werden beide Programme so arbeiten wie bisher. Wir werden weiterhin mit unabhängigen Zertifizierungsstellen zusammenarbeiten.

Wir werden voraussichtlich im Herbst weitere Informationen über die nächsten Schritte veröffentlichen.

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