Veröffentlicht am 30. Juni 2017

Offensichtlich ja – zumindest, wenn es nach den spontanen Reaktionen geht, die ich von vielen Partnern und Kollegen aus der Nachhaltigkeits-Szene bekomme. Sollten wir uns freuen, dass wir für eine Überraschung gesorgt haben – oder sollten wir uns deswegen Sorgen machen? Ich denke, eher letzteres ist der Fall (obwohl ich zugeben muss, dass es sich auch gut anfühlt).

Wenn ich auf die letzten zehn Jahre bei UTZ zurückschaue, fällt mir auf: Einerseits haben sich UTZ und die Rainforest Alliance immer stärker aneinander angenähert – andererseits ergänzen sie sich perfekt.

Ich habe mit vielen Kollegen bei Rainforest Alliance zusammengearbeitet und gesehen, mit wieviel Leidenschaft sie an das Thema Nachhaltigkeit herangehen. Genau diese Leidenschaft sehe ich auch hier bei meinen UTZ-Kollegen. Bei den Ähnlichkeiten und sich ergänzenden Stärken – gepaart mit der Tatsache, dass es hier um eine echte Mission geht – finde ich es großartig, dass wir nun einen gemeinsamen Standard entwickeln.

So können wir unser Wissen und unsere Erfahrungen bündeln und Lösungen schaffen, die noch besser funktionieren – sowohl für die Farmer als auch für den Markt. Gemeinsam können wir uns in allen Teilen der Welt für den nachhaltigen Anbau starkmachen.

Wird das leicht werden? Sicherlich nicht. Es wird eine ganze Menge Arbeit sein. Das Gute ist doch aber: Obwohl wir in der Vergangenheit oft dafür kritisiert wurden, dass wir miteinander in Konkurrenz stehen, hat uns weder diese Kritik noch das Kopfschütteln über einen angeblichen „Wildwuchs an Siegeln“ dazu bewogen, uns zusammenzutun. Nein, was uns antreibt, sind unsere Überzeugungen und unsere Leidenschaft für Nachhaltigkeit. Ich glaube, genau das wird es uns leichter machen. Wir wollen unbedingt einen positiven Beitrag leisten – und sind dabei eben immer für eine Überraschung gut.

Am 7. Juni haben UTZ und die Rainforest Alliance ihre Absicht bekannt gegeben, sich im Laufe des Jahres zusammenzuschließen. Die neue Organisation entwickelt einen vereinheitlichten landwirtschaftlichen Nachhaltigkeitsstandard, vereinfacht den Zertifizierungsprozess und verbessert weiter die Lebensbedingungen von Farmern und Forstgemeinden. Hier finden Sie weiterführende Informationen zum geplanten Zusammenschluss.