Im Jahr 2015 kamen die ersten UEBT/UTZ-zertifizierten Kräutertees in die Regale. Seitdem sind sowohl das Angebot als auch die Nachfrage für zertifizierte Kräuter zur Teeherstellung rapide gestiegen. Das Verkaufsvolumen von zertifizierten Kräutertees an unsere Partner hat sich vervierfacht und Ende 2017 trugen mehr als 250 Kräutertee-Produkte das UTZ-Label. Wir haben uns mit Maya Sermeño, UTZ Global Key Account Managerin und Teeexpertin, zusammengesetzt. Denn wir wollten mehr darüber erfahren, was wir mit dem Tee-Programm bisher erreichen konnten und wie die nächsten Schritte aussehen werden.

Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile von zertifiziertem Kräutertee

„Ende 2017 waren Kräutertee-Produkte mit UEBT/UTZ-Label in über 17 europäischen Ländern erhältlich. Das Verkaufsgebiet reichte von Deutschland und den Niederlanden bis hin zu Zypern und Griechenland sowie darüber hinaus“, sagt Maya. Durch die Meßmer-Markentees der Ostfriesischen Tee Gesellschaft, Tochterunternehmen der Laurens Spethmann Holding, wird das UTZ-Label demnächst sogar auf noch weiteren Märkten zu finden sein, unter anderem in Japan, Kanada, dem Iran und Korea.

„Auch die Lieferanten setzen sich zunehmend für mehr Nachhaltigkeit ein“, sagt Maya. So haben sich Unternehmen wie Hälssen & Lyon, Jan Spider Group, Gebrüder Wollenhaupt und Worlée NaturProdukte dem UTZ-Programm angeschlossen, um ihre Lieferketten nach und nach auf eine Zertifizierung umzustellen. Darüber hinaus lassen sich immer mehr Produzenten und Exporteure in den Anbauländern zertifizieren. Den Anfang machte die chilenische Sociedad Agricola y Forestal Casino (AGRISOL) mit zertifizierten Hagebutten.

Zertifizierte Private Label-Tees erfreuen sich zunehmender Beliebtheit

„Aldi Süd war der erste Einzelhändler in Deutschland, der 2016 eine Kräutertee-Eigenmarke mit UEBT/UTZ-Label auf den Markt brachte. Viele weitere folgten“, erklärt Maya. Zu Dezember 2017 boten zehn Einzelhändler Kräutertees mit UTZ-Label an, darunter Albert Heijn, Migros, Lidl, Edeka, Hofer, Netto, Dagrofa und Coop Trading.

Der erste zertifizierte Lieferant überhaupt, die Martin Bauer Group, bleibt dem Programm ebenfalls weiterhin treu und erweitert aufgrund der steigenden Nachfrage sogar die Zahl seiner zertifizierten Produkte. „Das ist ein ganz wichtiges Zeichen“, so Maya.

Die Bandbreite an verschiedenen Zutaten, die für Kräutertees benötigt werden, ist groß und noch dazu individuell auf den Kunden zugeschnitten. Die Entwicklung der Kräutertee-Zertifizierung ist also nur möglich, wenn sich die Käufer langfristig nachhaltig engagieren. Denn nur so bekommen Lieferanten und Produzenten ausreichend Spielraum, um in den Ausbau eines umfassenden Zertifizierungssystems zu investieren.

Auch Twinings in Großbritannien weitet das Programm schrittweise aus. Das Unternehmen konzentriert sich unter anderem auf die Grundzutaten Kamille, Pfefferminze, Hagebutte und Rooibos. Jahr für Jahr erhöht Twinings dabei die Mengen an zertifizierten Zutaten in seinem global agierenden Unternehmen.

Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

„Wir sind sehr stolz auf den kooperativen Ansatz der UTZ-Kräutertee-Zertifizierung – sowohl zwischen UTZ und der UEBT, als auch mit den Unternehmen in der Lieferkette“, sagt Maya.

Sind die Lieferketten so komplex wie bei Kräutern, braucht es ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft seitens der Industrie. Die Investition in Nachhaltigkeit ist eine langfristige Angelegenheit und ihre Basis ist der feste Glaube daran, dass wir zusammen wirklich etwas verändern können. Ohne diesen Glauben und den Willen zur Verpflichtung, nachhaltige Veränderungen für Mensch und Umwelt voranzutreiben, hätte das Programm nicht in dieser Weise wachsen können.

Wachstum – langsam und stetig, um nachhaltige Veränderungen voranzutreiben

Der Blick in die Zukunft zeigt: Wir brauchen mehr Unternehmen, die sich dem Kräutertee-Programm anschließen. Nur so können wir unseren positiven Einfluss auf die Menschen – Farmer, Arbeiter, Kräutersammler, Gemeinden – und die Umwelt weiter ausbauen. „Je eher Unternehmen diesen Schritt wagen, desto besser“, sagt Maya, „schließlich dauert es zwei bis drei Jahre, um die Lieferketten auf die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Marke umzustellen.“

Auch innerhalb des laufenden Programms sind wir flexibel genug, um es stetig zu verbessern. So bleiben wir glaubwürdig und können Nachhaltigkeit auch auf lange Sicht in der Branche verankern.

„Wir freuen uns auf die Zukunft, da immer mehr Unternehmen dazu bereit sind, diesen Weg mit uns gemeinsam zu beschreiten.“

Wollen Sie das nächste Unternehmen sein, das UEBT/UTZ-zertifizierte Kräuter bezieht? Dann werden Sie Teil unseres Kräutertee-Programms und sehen Sie sich für weitere Informationen unser kurzes Video an.