Veröffentlicht am 8. August 2017

Der geplante Zusammenschluss mit der Rainforest Alliance markiert einen echten Meilenstein in der Geschichte von UTZ. Wir möchten die Chance ergreifen, um gemeinsam noch innovativer zu agieren – auch mit unseren Stakeholdern. Doch wie stehen diese eigentlich zum geplanten Zusammenschluss?

Die Meinungen reichen von „nobelpreisverdächtig“ bis „gute Entwicklung, aber warum soll das Ganze Rainforest Alliance“ heißen?“. Hier ist eine Auswahl an ersten Reaktionen aus der Branche.

Reaktionen von Unternehmen

Darrell High, Cocoa Manager bei Nestlé, hält den geplanten Zusammenschluss für einen Schritt in die richtige Richtung, „der für Klarheit sorgt und den doppelten Aufwand einer Zertifizierung mit beiden Labels bereits an der Wurzel eliminiert. Eine neue Organisation kann das Beste aus den beiden Welten von UTZ und der Rainforest Alliance vereinen. Außerdem ergibt sich durch einen Zusammenschluss die Chance, den neuen Standard radikal neu zu denken und noch stärker auf eine hohe Wirkkraft auszurichten.“

Auch Pascal Baltussen, Vice President of Commercial bei Mars Chocolate, begrüßt die Pläne von UTZ und der Rainforest Alliance. Er sagt: „Wir setzen große Erwartungen in diesen Zusammenschluss. Wir hoffen, dass er sich positiv auf die Lebensumstände der Farmer auswirken und die Anbaupraktiken in großem Stil verbessern wird – beides ist dringend vonnöten.“

CEO, The Sustainable Trade Initiative

Reaktionen von anderen NGOs

Uns erreichten auch Reaktionen von anderen NGOs, darunter das anerkannte Zertifizierungsprogramm Fairtrade International.

„Im Namen des gesamten Fairtrade-Systems gratulieren wir UTZ und der Rainforest Alliance zu dieser Entscheidung,” sagt Dario Soto-Abril, CEO von Fairtrade International. „Ich möchte noch einmal bekräftigen, wie sehr wir daran interessiert und dazu bereit sind, eng mit der neuen Organisation zusammenzuarbeiten, um die Lebensbedingungen von Arbeitern und Farmern über verschiedenste Lieferketten hinweg zu verbessern.“

Jason Clay, Senior Vice President im Bereich Markets and Food bei WWF, fügt hinzu: „Dieser Schritt verheißt, dass kleinere Produzenten in Entwicklungsländern durch die Vereinfachung der weltweit agierenden Zertifizierungsprogramme die Möglichkeit erhalten, höhere Einnahmen aus ihren Waren zu generieren. Dies sollte dazu beitragen, dass verbesserte Anbaupraktiken schneller etabliert werden und dass sich sowohl die Produktion als auch der Verkauf der wichtigsten Warengruppen stetig verbessern.“

Frank Mechielsen, Senior Advocacy Officer for Sustainable Food bei Hivos, sagt:

Reaktionen von Produzenten

Wer am meisten vom geplanten Zusammenschluss profitieren soll, sind die Farmer selbst. Die Reaktion der Colombian Coffee Growers Federation, dem Verband der kolumbianischen Kaffeebauern, auf die neue, gemeinsame Organisation lautete: „Tausende kolumbianische Kaffeefarmer werden von dieser Entwicklung profitieren. Wir erwarten große Vorteile, da die Farmer dann noch wirksamer in Nachhaltigkeit investieren und ihr Einkommen verbessern können.“

Der Verband der kolumbianischen Kaffeebauern repräsentiert mehr als eine halbe Million Familien, die sich dem Kaffeeanbau in Kolumbien verschrieben haben. Sie stehen an dieser Stelle stellvertretend für die Millionen von Farmern weltweit, die wir als Mitglieder der neuen Rainforest Alliance erreichen und unterstützen wollen.

Welche Bedenken gibt es?

Auch wenn der geplante Zusammenschluss von vielen Seiten wohlwollend aufgenommen und mit Spannung erwartet wird, wurden von manchen Stellen Bedenken geäußert. Beispielsweise kam die Frage auf: „Warum wird der Name Rainforest Alliance übernommen?“

Bei UTZ sind wir stolz auf unseren Namen. Wir glauben aber auch, dass Rainforest Alliance eine starke und in der Öffentlichkeit bekannte Marke ist, die einen guten Ruf genießt und respektiert wird. Diese Stärken wollen wir ausspielen – genauso wie unsere Stärken, wie zum Beispiel die innovative Herangehensweise, mit der wir nachhaltige Geschäftspraktiken konsequent vorantreiben.

„Müssen wir die Verpackungen unserer Produkte anpassen?“ Das ist eine andere Frage, die uns in diesen Tagen häufig gestellt wird. Wir können Sie beruhigen: Bis auf weiteres müssen Sie weder Änderungen an Ihren Verpackungen vornehmen noch andere Maßnahmen ergreifen. Sie können das UTZ-Logo weiterhin wie gewohnt nutzen. Bis ein neuer einheitlicher Standard vorgestellt wird – was für den Beginn des Jahres 2019 geplant ist – werden beide Programme angeboten wie bisher.

Wir möchten mit den Unternehmen Schritt halten und ihr Tempo auch während des Zusammenschlusses mitgehen: Wir möchten immer schnellstmöglich Klarheit schaffen. Voraussichtlich nach dem Sommer werden wir mit weiteren Informationen zu den nächsten Schritten auf Sie zukommen. Bitte seien Sie versichert, dass Ihnen ausreichend Zeit zur Verfügung stehen wird, um eventuelle Anpassungen umzusetzen.

Was denken Sie?

Bis es soweit ist… freuen wir uns über Ihr Interesse und wissen es sehr zu schätzen, dass Sie uns an Ihrer Meinung, Ihren Fragen oder auch Bedenken teilhaben lassen. Ihr Feedback ist wichtig für uns und hilft uns dabei, die neue Organisation auszugestalten. Bitte teilen Sie uns Ihre Gedanken weiterhin unter marketing@utz.org mit. Weitere Artikel rund um den geplanten Zusammenschluss von UTZ mit der Rainforest Alliance finden Sie hier.