Wir glauben an die Kraft lokaler und globaler Zusammenarbeit. Sie ist notwendig, um den Wandel im Kaffeesektor voranzutreiben und langfristig mehr Nachhaltigkeit zu erreichen. Gemeinsam mit der Global Coffee Platform (GCP) arbeiten wir an unserer Mission, lokale Aktivitäten in einen weltweiten Wandel zu übertragen. Im Rahmen ihres Sektor-Partnerschafts-Programms unterstützt und finanziert die Rainforest Alliance den Aufbau zahlreicher nationaler Kaffeeplattformen (National Coffee Platforms, NCPs). Christiane Hornikel, bei der Rainforest Alliance zuständig für die Themen nachhaltige Produktivität und Stärkung von Farmergruppen, erklärt die wichtige Rolle dieser nationalen Plattformen für unsere Mission.

„Nationale Kaffeeplattformen bringen sowohl öffentliche als auch private Stakeholder aus dem Kaffeesektor zusammen. Gemeinsam arbeiten sie an den wichtigsten lokalen Problemfeldern und tauschen sich darüber aus, wie man den Herausforderungen innerhalb des Sektors am besten begegnen kann“, sagt Christiane. „Es gibt bereits eine Reihe an positiven Ergebnissen, die ihren Weg in viele Kaffeeanbauländer gefunden haben.“ Ein paar Beispiele:

Große Lerneffekte in Indonesien

Coffee masters training by SCOPI in Indonesia

Training von Kaffeeproduzenten durch die Sustainable Coffee Platform in Indonesien

In Indonesia, the fourth biggest coffee exporting country, the Sustainable Coffee Platform supported the Ministry of Agriculture launched the National Sustainability Curriculum for Arabica and Robusta coffee. Christiane: “This learning program led to training opportunities about good agricultural and manufacturing practices for thousands of Indonesian coffee farmers. An important step in a country where outdated farming practices keep the level of productivity low, compared to other countries.”

Coffee farmer in Uganda selecting beans

Auswahl der Kaffeebohnen: Kaffeefarmer  in Uganda

Uganda: Projekte auf Farmlevel

Die nationale Kaffeeplattform Ugandas, einer der Vorreiter unter den NCPs, konzentriert sich in ihrem Engagement hauptsächlich auf Nachhaltigkeitsinitiativen, die sich auf dem Farmlevel bewegen. „Hier geht es vor allem darum, den Farmern technische Hilfestellung zur Verfügung zu stellen. Außerdem berät die ugandische Kaffeeplattform zu Vorschriften vor Ort, die den Kaffeeanbau und das Thema Nachhaltigkeit betreffen“, erklärt Christiane. „Die Plattform organisiert Trainings und bereitet Informationsmaterial auf, das für die Farmer leicht zugänglich und gut nutzbar ist.“

Coffee pickers in Honduras

Kaffeepflücker in Honduras

Verbesserung der Lebensbedingungen in Honduras

Die jüngste der nationalen Plattformen ist die kürzlich gegründete Honduras Sustainable Coffee Platform. Sie wurde, unterstützt durch die GCP, Solidaridad und die Rainforest Alliance, am 1. November 2018 ins Leben gerufen. Honduras ist der fünftgrößte Kaffeeproduzent der Welt. Doch stehen durch den Klimawandel verursachte Probleme und die niedrigen Weltmarktpreise der Existenzsicherung der Farmer im Wege. Christiane erklärt: „Die Plattform unterstützt Kaffeekleinbauern und ihre Familien, um diese Probleme in den Griff zu bekommen. Im Mittelpunkt der Anstrengungen stehen dabei der nachhaltige und umweltfreundliche Kaffeeanbau, die Beständigkeit der Kaffeequalität, Wirtschaftlichkeit sowie Maßnahmen zur Stärkung der Gleichberechtigung und Jugendarbeit.“

Das Sektor-Partnerschafts-Programm

Viele der Herausforderungen, denen Farmer sich stellen müssen, sind struktureller Natur. Dazu gehören der Klimawandel, Kinderarbeit, Niedriglöhne und Geschlechterungleichheit. Mithilfe des UTZ-Sektor-Partnerschafts-Programm stärkt die Rainforest Alliance die Stimme von Farmern und Organisationen der Zivilgesellschaft in den produzierenden Ländern. „Wir unterstützen sie bei der Zusammenarbeit mit Regierungen und Unternehmen, um die strukturellen Probleme gemeinsam anzugehen. Das Ziel ist, sektorübergreifend für langfristige Nachhaltigkeit zu sorgen. Nationale Kaffeeplattformen sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Engagement auf lokaler Ebene zum Wandel auf globaler Ebene beitragen kann“, zieht Christiane Fazit.

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