Wir werden oft gefragt, wie sich UTZ finanziert. Sind wir eine karitative Stiftung oder werden wir durch unsere Mitglieder finanziert? Müssen Bauern bezahlen, um am Programm teilzunehmen? Generiert UTZ Gewinne durch die Zertifizierungen? Zeit, das Ertragsmodell von UTZ näher zu erläutern.

Wir haben Margriet Glazenborg, die Leiterin unseres Produktmanagements, gebeten, das einmal zu erklären: „Tatsächlich ist UTZ eine gemeinnützige Organisation, die sich hauptsächlich durch die Programmgebühren finanziert, die Unternehmen für die UTZ-zertifizierten Produkte zahlen – gemessen an der Menge, die sie beziehen. Wir sind nicht bestrebt, Gewinne zu erzielen, da wir unsere gesamten Einkünfte reinvestieren, um unsere Programme zu entwickeln und auszubauen – damit wir unser Ziel erreichen können, nachhaltigen Anbau zur Norm zu machen.“

Everybody_benefits

Für die Bauern da, von der Lieferkette finanziert

Unsere Haupteinnahmequelle ist die Programmgebühr, die Unternehmen wie Händler oder Röster für UTZ-Produkte zahlen. Unternehmen in Kakao- und Haselnussprogramm entrichten zudem eine Mitgliedsgebühr. Diese Gebühren zusammen decken die laufenden Kosten unserer zwei Hauptprogramme Kaffee und Kakao. Wir stellen unseren Partnern nichts dafür in Rechnung, das UTZ-Siegel zu nutzen.

BCoffee_Uganda_farmerfieldschoolauern zahlen generell keinerlei Gebühr, um am UTZ-Programm teilzunehmen. Sie müssen aber ihre jährlichen Zertifizierungsaudits bezahlen sowie notwendige Investitionen tätigen, um die UTZ-Standards zu erfüllen. Dafür können Sie die Prämie nutzen, die sie für den Verkauf von zertifiziertem Kaffee, Kakao oder Tee erhalten. Oft werden sie auch durch die Akteure der Lieferkette unterstützt.

 

„Es gibt keine Mitglieds- oder Programmgebühren für Bauern, da wir eine Mitgliedschaft so zugänglich wie möglich machen wollen, um es besonders Kleinbauern zu ermöglichen, nachhaltige Anbaumethoden umzusetzen“, fügt Margriet hinzu.

Mehr kaufen, mehr zahlen

Unsere Gebühren sind volumenbasiert. Also: Je mehr UTZ-zertifizierte Produkte ein Unternehmen kauft, desto mehr zahlt es. Allerdings sind unsere Gebühren so niedrig wie möglich angesetzt. Denn wir wollen immer mehr Unternehmen dazu bringen, sich in unseren Programmen zu engagieren, und die Nachfrage der Lieferkette nach UTZ-zertifiziertem Kaffee, Tee und Kakao steigern.

Margriet Glazenborg: „Volumenbasierte Gebühren schaffen ein nachhaltiges Finanzierungsmodell für UTZ. Je mehr wir verkaufen, desto mehr Einnahmen erhalten wir. Also, wenn wir wachsen, haben wir ausreichend Mittel für unsere Geschäfts- und Innovationskosten.“

Hazelnut_UTZFinanzierung für Innovationen

Genauso wie für das Tagesgeschäft unseres Programms arbeiten wir auch daran, neue Programme zu entwickeln. Zum Beispiel Haselnüsse und Reis. Und wir investieren in Forschung und Projekte, um neue Maßnahmen gegen schwierige Herausforderungen wie den Klimawandel zu ergreifen.

Margriet Glazenborg: „Um diese Maßnahmen zu finanzieren, arbeiten wir mit Stiftungen oder Fördereinrichtungen der Regierung wie der Dutch Postcode Lottery und der Ford Foundation zusammen. Spendenmittel sind wichtig, um es uns zu ermöglichen, unsere Programme zu entwickeln und zu innovieren. Seit Beginn des Five-year-Sector-Change-Projekts im letzten Jahr, finanziert vom niederländischen Außenministerium, machen die derzeitigen Spendeneinnahmen rund 25 % unserer gesamten Einnahmen aus.“

Möchten Sie mehr erfahren?

Mehr darüber, wie UTZ geleitet wird und welche unsere Haupteinnahmequellen sind, erfahren Sie in unserem aktuellen Annual Report.