Die Ostfriesische Teegesellschaft (OTG) zählt mit einer jährlichen Produktion von rund zehn Milliarden Beuteln Tee zu den führenden europäischen Anbietern. Für 2020 werden 100 Prozent Tee-Rohware aus nachhaltigem Anbau für alle Marken anvisiert. Bereits Anfang 2015 stellte die Marke Messmer auf 30 Prozent UTZ-Rohware um. Wir haben mit der Geschäftsführerin Annemarie Leniger über das nachhaltige Engagement der OTG gesprochen. 

Firma Ostfriesische Teegesellschaft Laurens Spethmann GmbH & Co. KG. Annemarie Leniger (Geschäftsführerin). [Copyright: Carsten Milbret kleinespresseteam, Hude 2, 21029 hamburg, germany, phone: +49-40-7200 88 96, kleinespresseteam@t-online.de, www.kleinespresseteam.de, hamburger sparkasse blz 20050550 konto 1039233752]

Im Gespräch mit Annemarie Leniger, Geschäftsführerin OTG

Die OTG beziehungsweise das Mutterunternehmen Laurens Spethmann Holding denkt seit jeher ganzheitlich. „Seit mehr als 100 Jahren ist unser Ziel, den Menschen mit sicheren und qualitativ hochwertigen Produkten täglich ein Stück Freude, Entspannung und Wohlbefinden zu bieten. Mit Verantwortung für uns, die Gesellschaft und die Welt, in der wir leben“, erklärt Annemarie Leniger die Philosophie des Familienunternehmens.

Nachhaltigkeit – seit 2010 konkretes Ziel der OTG

„Seit etwa 2010 formuliert die OTG konkrete Nachhaltigkeitsziele für alle Unternehmensbereiche. 2012 sind wir als erstes größeres deutsches Unternehmen der Ethical Tea Partnership (ETP) beigetreten und haben im selben Jahr mit „4 OUR WORLD“ eine erste CR-Broschüre vorgelegt. Dieses Jahr haben wir einen Nachhaltigkeitsrat eingerichtet, der konkrete Handlungsziele definiert und überprüft, zum Beispiel für Recycling und CO2-Emmissionen“, so Leniger weiter.

Umwelt- und Sozialstandards gehören zum Selbstverständnis

„Die Nachhaltigkeitsstrategie der OTG basiert auf drei Prinzipien“, erläutert Leniger. „Die messmer-seit-2015-mit-utz-labelQualität erhalten, die Natur schützen und die Menschen fördern. Das bedeutet, dass Umwelt- und Sozialstandards entlang der gesamten Lieferkette, gerade auch in den Ursprungsländern, eingehalten werden. Genau dort, in der Lieferkette, liegen auch unsere größten Herausforderungen, da wir auf diesen Bereich den geringsten Einfluss haben.“

Herausforderungen angehen

Deutschland gehört im globalen Vergleich zu den kleineren Akteuren – insbesondere im Segment Schwarz- und Grüntee. Die Tees stammen zum Beispiel aus China, Indien, Sri Lanka oder Kenia. Diese Länder sind nicht nur die größten Produzenten, sondern mit 60 Prozent Eigenverbrauch auch die stärksten Teetrinker. Da Deutschland nur ein Prozent des globalen Teevolumens erwirbt, ist es für die OTG dementsprechend schwieriger, höhere Standards im Bereich Nachhaltigkeit durchzusetzen. Leniger erklärt, wie die OTG diesen Herausforderungen begegnet: „Um unsere ökologischen und sozialen Ziele zu erreichen, setzen wir auf Partnerschaften und treiben Projekte in den Tee-Ursprungsländern voran.“

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Teepflücker in Malawi. OTG setzt sich gemeinsam mit anderen Partnern für die Stärkung der malawischen Tee-Industrie ein.

So ist die OTG, wie auch UTZ, im Rahmen der ETP am Projekt „Malawi 2020“ beteiligt, das sich für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit der malawischen Tee-Industrie einsetzt. In Indien unterstützt die Marke Meßmer außerdem ein Hilfsprojekt in Zusammenarbeit mit der ETP und der UNICEF, um die Zukunftsaussichten von Mädchen in der Tee-Region Assam zu verbessern.

Um unsere ökologischen und sozialen Ziele zu erreichen, setzen wir auf Partnerschaften und treiben Projekte in den Tee-Ursprungsländern voran.

Für Kräuter- und Früchtetees zeichnet Leniger ein etwas anderes Bild: „Dort ist die Advertisement "Meßmer: first once again"Herausforderung, dass wir über 100 unterschiedliche Pflanzen aus über 80 Ländern dieser Erde verwenden. Trotzdem steht das Ziel: Bis 2020 möchten wir zu 100 Prozent Tee-Rohwaren aus nachhaltigem Anbau für unsere Marken einsetzen. Das gilt gleichermaßen für Schwarz-, Grün-, Rooibos-, Kräuter- und Früchtetee.“

Die drei großen Vorteile von UTZ

Leniger führt aus, weshalb sich die OTG für UTZ als Partner entschieden hat: „UTZ hat den ersten Standard auch für Kräuter- und Früchtentees aufgebaut und ist somit eine der wenigen Organisationen, die die Vielfältigkeit in diesem Bereich abdeckt.“ Dass für alle OTG-Produkte die gleichen, einheitlichen Kriterien für den nachhaltigen Anbau gelten, erleichtert der OTG die Kommunikation zum Handel sowie zum Endverbraucher. Daneben hat UTZ die OTG mit seinem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz überzeugt, der den Fokus auf Umwelt, Soziales und Wirtschaftlichkeit legt. Der Tee-Hersteller schätzt darüber hinaus, dass UTZ alle Länder einbezieht. „Das ist für uns besonders wichtig, weil wir beispielsweise für unsere Kräutertees auch Rohwaren aus Europa und insbesondere Deutschland beziehen“, so Leniger.

Möchten auch Sie erzählen, wie Ihr Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit vorantreibt und welche Rolle UTZ dabei spielt? Sprechen Sie uns gerne an: marketing@utz.org.